Stickdatei erstellen · Punchen
Irgendjemand muss entscheiden, wohin jede einzelne Nadel sticht. Ein Mensch verlangt dafür 10–85 $ und braucht einen Tag. Legen Sie Ihr Logo hier ab und sehen Sie die Stiche in Sekunden — und urteilen Sie selbst, bevor Sie sticken.
Eine Stickdatei zu erstellen — im Fachjargon punchen — heißt, aus einer Grafik eine Liste von Nadelpositionen zu machen: Stiche, Farbwechsel und Fadenschnitte, die die Stickmaschine wörtlich ausführt. Es ist keine Umwandlung. Eine Maschine kann weder PNG noch SVG lesen, und in keiner dieser Dateien steht, in welche Richtung ein Stich laufen soll, wie dicht eine Füllung sein muss oder wo der Faden zwischen zwei Formen entlangläuft.
Genau diese Entscheidungen sind das Handwerk. Sind sie falsch, wirft der Stoff Wellen, die Buchstaben laufen zu, und der Faden reißt in der Maschine.
Üblicher Preis pro Logo, wenn ein Mensch die Datei erstellt, 2026. Lieferung meist in 1–24 Stunden.
So viel verlangt ein automatisches Werkzeug dafür, dass ein Mensch die Datei neu baut, die seine eigene Software erzeugt hat.
Einstiegspreis für professionelle Punch-Software — bevor sie überhaupt jemand bedienen kann.
Die Stiche sind in allen Formaten identisch. Nur die Verpackung ist anders — „welches Format?“ ist also eine Frage an Ihre Maschine, nie eine Frage der Qualität.
| Format | Maschine | Wo es vorkommt |
|---|---|---|
| DST | Tajima | Jede gewerbliche Maschine |
| PES | Brother | Haushalt und kleines Studio |
| JEF · SEW | Janome | Haushalt |
| VP3 | Husqvarna Viking · Pfaff | Haushalt |
| EXP | Melco · Bernina | Gewerblich |
| XXX | Singer | Haushalt |
Wer gewerblich stickt, braucht DST. Alles andere ist eine Haushaltsmaschine, die ihren eigenen Umschlag verlangt.
Das ist die Frage, die niemand beantwortet — und sie hat eine Zahl. Ein Plattstich unter etwa 1 mm Breite hält sich nicht mehr selbst zusammen — es ist kein Platz für je eine Nadel an beiden Kanten plus Faden dazwischen, und der Buchstabe kommt als gepunktete Linie heraus.
Die kleinstmögliche Größe bestimmt also die dünnste Linie im Logo selbst, nicht der Geschmack. Gemessen an einem bekannten Rennsport-Emblem:
| Breite auf dem Kleidungsstück | Dünnste Linie | Kleine Schrift |
|---|---|---|
| 40 mm | 0.49 mm | verschwunden |
| 60 mm | 0.73 mm | aufgebrochen |
| 80 mm | 0.97 mm | lesbar |
| 100 mm | 1.22 mm | sauber |
Ist die Schrift zu dünn, muss das Motiv größer werden. Das ist die ganze Antwort.
Schrift verdicken, ein Wort weglassen, einen Buchstaben neu zeichnen — das geht schneller, und der Kunde bekommt etwas zurück, das nicht mehr sein Logo ist.
Drei Fälle, und in allen dreien ist Druck die bessere Antwort. Wer Ihnen etwas anderes sagt, verkauft Stiche.
Fünf Dinge, die Sie vor dem Sticken prüfen können, ohne selbst zu punchen.
| Prüfpunkt | Gut |
|---|---|
| Stiche kreuzen jede Linie, laufen nie an ihr entlang | unter 5% laufen längs |
| Deckung — wie oft der Faden den Stoff kreuzt | 150–250% |
| Fadenschnitte bei einem Brust-Emblem | zweistellig, nicht dreistellig |
| Kein Faden quer durch ein Loch im Buchstaben | gar keiner |
| PNG, JPEG und SVG derselben Grafik ergeben dieselbe Datei | unter 10% Abweichung |
Zu dicht ist der übliche Fehler, nicht zu dünn: 400% Deckung ergeben eine steife Platte, die das Kleidungsstück wellt und doppelt so lange auf der Maschine braucht.